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Freitag, 25. Oktober 2013

Abwartezug

Moses soll einst gesagt haben "O Pharao, Lass mein Volk ziehn!" - Vertreibung ist schlimmer als der Tod. Naja, wie auch immer es wirklich war, ich war heute bei der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin. Vor dem Eingang demonstriert Greenpeace für die Freilassung ihrer Aktivisten. Wir Naivlinge! Es besteht keine Möglichkeit auf direktem Weg dort mit dem Botschafter zu sprechen, aber wenigstens könnte man sich einen Termin geben lassen. Einen Briefkasten für direkte Zustellung gibt es nicht, wahrscheinlich Sicherheitsgründe. Briefpost aus der BRD wird sicher gefiltert, Chauffeure an der Einfahrt sind zwar freundlich, aber keine Postboten. E-Post wäre eine Möglichkeit, aber ohne PGP-Key. Nein, dann sollte besser jeder gleichberechtigt Mitlesen dürfen.

Das folgende Anschreiben wurde über das Kontaktformular der Botschaft übermittelt. Wer dem Zustimmen kann ist aufgefordert den Text unverändert zu verbreiten und mit zu unterzeichnen. Über eine qualifizierte Übersetzung ins Russische und weitere Sprachen wäre ich dankbar.

Berlin, den 25.10.2013

Sehr geehrter Herr Botschafter Wladimir M. Grinin,



danke, das Sie sich die Zeit nehmen diese Zeilen zu lesen. Entschuldigen Sie, das ich Ihnen nicht in Ihrer Muttersprache schreiben kann.

Ich bin eingeborener Deutscher. Mein Instinkt, meine Intuition und mein Gewissen fordern mich auf Ihnen zu schreiben. Mein Herz verlangt danach mit der Erde, die uns immer noch so freigiebig versorgt, frieden zu schließen. Ich will in Frieden mit der Welt leben dürfen.

In der Gebietskörperschaft Bundesrepublik Deutschland und als Bürger der Europäischen Union, unter Handelsrecht und unter Römischen Recht ist dieses Ziel unerreichbar. Ich möchte jedoch auch nicht meine Heimat aufgeben oder verlassen.

Deshalb frage ich Sie, als lebendigen Menschen, hiermit öffentlich, ob Sie mir einen Rat geben können, der mir und meinem Volk einen Ausweg eröffnet?



Mit freundlichem Gruß, im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und meiner unveräußerlichen Rechte als lebendiger Mensch, mit dem Namen den meine Eltern mir gaben



Steffen, Sohn von Angelika und Ulrich



P.S. Falls Ihnen eine direkte Antwort als Mensch, z.B. aufgrund Ihrer Funktion unmöglich ist, wird eine Ergänzung ihrer Begrüßung auf der Seite der Botschaft auch als Antwort betrachtet.


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